Carrara Steinbrüche – wahn/sinn

Ein weiterer Wandertag stand auf dem Programm, also haben wir die Wanderschuhe geschnürt und sind mit unserem Reisemobil die waghalsige Strecke bis in die Steinbrüche von Carrara gefahren. Gar nicht so einfach, denn mit 75PS und vier Personen an Board eine anspruchsvolle Aufgabe. Im beschaulichen Bergdorf angekommen, findet man sich zwischen Bauruinen und Marmor, so weit das Auge reicht, wieder. Klar, davon hat man hier mehr als genug, aber so richtig passt es einfach nicht in das Gesmtbild. Also sind wir schnell Berg auf in ein altes und verlassenes Arbeiterdorf aufgestiegen. Hier hing der Nebel fest und auch die Regenfälle hatten in den vergangenen Wochen die Wege teilweise zerstört. So richtig verlassen war das Dorf auch nicht, zumindest standen an einigen Häusern „Privato“ Schilder und auch ein älterer Herr schnitt seinen Wein vorm Haus. Für uns ging es nicht weiter nach oben, da das Wetter immer schlechter wurde. Unten sah es aber um so besser aus und wir hatten in Verdacht, dass der Himmel blau wird, sobald wir wieder am Auto stehen würden. Also haben wir uns für einen anderen Rückweg entschieden, welcher uns über den Kamm der kleinen Bergkette vor den Steinbrüchen führte. Kaum anstrengend, aber um so beeindruckender ging es für uns also zurück und der Blick öffnete sich auf die Steinbrüche. Für Menschen, die die Natur mögen ein absolutes Fiasko – schließlich wird hier ein Gebirge zerstört und eben auch alles, was damit zusammen hängt. Die Arbeit selbst istauch nicht unbedingt einfacher Natur und das gesamte Ausmaß dieses Abbaus ist wirklich gigangtisch (schlimm). Auf den Bildern kann man das nur schwer sehen, denn die Entfernungen und Tiefen betragen einige Kilometer. Vielleicht hilft es zu wissen, dass diese LKW’s im Fünfminutentakt jeweils 30-40 Tonnen schwere Blöcke heraus fahren. Das Ganze auf Straßen, die wir zu Fuß als steil emfpinden würden…

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