Collodi und die Villa Garzoni

Zum Abschluss unserer Reise haben wir uns ein ganz besonderes Gartenschmankerl aufgehoben – Collodi mit der Villa Garzoni! Zumindest hatten wir uns das so gedacht… Angekommen zur Siesta, haben wir uns durch die kleine Stadt geschlichen und standen vor der Villa Garzoni. Von außen kann man nichts sehen, da hat man sich wikrlich Mühe gegeben, keine Blicke in die Parkanlage gelangen zu lassen. Auf der Informationstafel konnten wir einen Eintrittpsreis von 13€ pro Person lesen und waren dementsprechend ein wenig vorbereitet auf wirklich Großes. Durch die professionell gestaltete Ausstellung und den Vorraum gelangt man an den Fuß des Parks, welcher an einem steilen Hang gelegen ist. Von hier aus, sah alles sehr gepflegt und vielversprechend aus. Das Wetter war nicht wirklich gut, weshalb wir das Schmetterlingshaus schneller besuchten, da Regen auf dem Vormarsch war. Hätten wir allerdings gewusst, wie es weiter geht, wären wir wohl besser hier geblieben! Sehr zu empmfehlen ist die Sammlung und Zucht seltener Schmetterlinge und Pflanzen im Tropenhaus. Leider nicht einzeln zu besichtigen, aber unbedingt sehenswert. Der Park selbst war ab dem Verlassen des Hauses in einem für diesen Preis und diese Ankündigung, erbärmlichen Zustand. Die Wasseranlagen funktionierten nicht, sie waren mit Unkraut überwuchert und auch die restlichen Themenbereiche waren in teilweise schlechteren Zustand als im vorangegangenen Gartenbesuch. Die Häuser waren alle nicht zugänglich und Tore versperrten viele Wege. Dagegen hatte man gut in Überwachungskameras investiert, welche überall den Besucher an seinen Status erinnerten. Ein neu angelegter Bereich war die Via Bambus. hier hatte man die Pflanze gleichen Namens einen Teil des Gartens einnehmen lassen, einen Kiesweg aufgeschüttet und ein entsprechendes Schild aufgestellt. Sehr einfallsreich und beschreibend für die Pflege dieses Gartens. Ein solch geschichtsträchtiger und aufwendig angelegeter Garten sollte auch dementsprechend gefplegt werden… Für den stolzen Eintrtittspreis einfach nicht genug, klare Empfehlung zum weiterfahren. Der Ort Collodi selbst besteht aus dem Kinderparadies, einem kleinen Ort und etlichen Kaufmichständen mit Chinaramsch. Nichts vom Charme des Örtchens, welches Pinocchios Geburtsstätte ist, nicht einmal schöne Figuren vom kleinen Lügner – irgendwie passend 🙂

Beinahe wieder da und doch so weit weg…

Alles geht einmal zu Ende und unser Urlaub leider auch. Wir haben hier viele Eindrücke gewonnen, nette Menschen getrofffen und viel gelernt. Es war seit langem ein schöner und erholsamer Ausflug, in eine andere Welt. Hier geht alles ein wenig langsamer und vor allem anders voran. Der Tagesrhytmus ist ein anderer und auch die Metalität gefällt uns sehr gut. Doch inzwischen kribbelt es in den Fingern und viele Ideen sind entstanden und warten darauf, in unseren Gärten umgesetzt zu werden. Der extrem lange Winter spielt uns zwar gut in die Karten, aber nun muss es doch bald losgehen… aber bevor wir starten, noch einmal ans Meer gesetzt und den ein oder anderen Gedanken weiter gedacht. Auf dem Weg haben wir wieder eine Villa entdeckt, welche auch zu besichtigen war. Leider nicht für uns, denn wir kamen genau zur Siesta an und sind somit gleich weiter gezogen. Das Vorletzte Bild ist für euch und beinhaltet die Aufgabe uns zu verraten, wie viel Katzen dort gerade gemütlich ihre Mittagspause halten…

Carrara Steinbrüche – wahn/sinn

Ein weiterer Wandertag stand auf dem Programm, also haben wir die Wanderschuhe geschnürt und sind mit unserem Reisemobil die waghalsige Strecke bis in die Steinbrüche von Carrara gefahren. Gar nicht so einfach, denn mit 75PS und vier Personen an Board eine anspruchsvolle Aufgabe. Im beschaulichen Bergdorf angekommen, findet man sich zwischen Bauruinen und Marmor, so weit das Auge reicht, wieder. Klar, davon hat man hier mehr als genug, aber so richtig passt es einfach nicht in das Gesmtbild. Also sind wir schnell Berg auf in ein altes und verlassenes Arbeiterdorf aufgestiegen. Hier hing der Nebel fest und auch die Regenfälle hatten in den vergangenen Wochen die Wege teilweise zerstört. So richtig verlassen war das Dorf auch nicht, zumindest standen an einigen Häusern „Privato“ Schilder und auch ein älterer Herr schnitt seinen Wein vorm Haus. Für uns ging es nicht weiter nach oben, da das Wetter immer schlechter wurde. Unten sah es aber um so besser aus und wir hatten in Verdacht, dass der Himmel blau wird, sobald wir wieder am Auto stehen würden. Also haben wir uns für einen anderen Rückweg entschieden, welcher uns über den Kamm der kleinen Bergkette vor den Steinbrüchen führte. Kaum anstrengend, aber um so beeindruckender ging es für uns also zurück und der Blick öffnete sich auf die Steinbrüche. Für Menschen, die die Natur mögen ein absolutes Fiasko – schließlich wird hier ein Gebirge zerstört und eben auch alles, was damit zusammen hängt. Die Arbeit selbst istauch nicht unbedingt einfacher Natur und das gesamte Ausmaß dieses Abbaus ist wirklich gigangtisch (schlimm). Auf den Bildern kann man das nur schwer sehen, denn die Entfernungen und Tiefen betragen einige Kilometer. Vielleicht hilft es zu wissen, dass diese LKW’s im Fünfminutentakt jeweils 30-40 Tonnen schwere Blöcke heraus fahren. Das Ganze auf Straßen, die wir zu Fuß als steil emfpinden würden…

Wo ist der Spaten? Villa Reale

Mit großen Erwartungen steuerten wir die Villa Reale an. Am Zielort angekommen (gut ausgeschildert ab Lucca), standen wir aber wie immer vor verschlossener Türe. Dieses Mal nicht, dachten wir uns und sprachen einen Einheimischen an und erfuhren, wie wir herein kommen. Einfach klingeln! Und zwar am Haus neben dem Eingangstor. Dort wird man pro Person um sieben Euro ärmer und bekommt Einlass in die Parkanlage samt eines Plans. Hinter dem Tor biegt man nach rechts ab und ist zu anfangs etwas skeptisch. Es sieht aus, wie ein Wald und ein ganz klein wenig nach Park! Aber spätestens am Teich angekommen, blickt man auf das weit entfernt stehende Haupthaus und kann nur erahnen, was hier noch alles kommen wird. Als Herberge von Napoleons Schwester bietet das Grundstück viele Themenbereiche und aufwendige Parkanlagen. Wir waren außerhalb der Saison alleine hier und konnten daher ungesört Eindrücke sammeln und Fotos machen. Man muss es sich einmal angesehen haben, sonst kann man die Größe und detailverliebte Planung und Gestaltung nur schwer vermitteln. Insgesamt sehr sehenswert, nur leider scheint man mit der aufwendigen Pflege nur noch schwer hinter her zu kommen. Am entlegensten Teil der Anlage befindet sich die Herberge der ehemaligen Gärtner und die Gewächshäuser. Hier bekommt man eine gute Vorstellung der Größe und der Artenvielfalt des Gartens. Nur so prunkvoll und wunderschön er einmal war, so ist er heute sehr baufällig und kaum noch zu erhalten. Alle Häuser sind im Laufe der Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen wurden und auch die Teiche, die Grotte und alles was diesen Garten eben ausmacht, benötigen dringend erhaltende Maßnahmen. Vielleicht lag es an der Jahreszeit, aber hier sah alles nach Arbeit aus, viel schlimmer: es arbeitete niemand… 🙂 Zusammenfassend ist der Garten trotzdem eine Wucht! In Hinsicht auf Größe, Anlage und auch Bestand und somit jeden Cent des Eintrittsgeldes wert!

Lucca und sein Garten

Lucca, wir kommen! Nach dem Frühstück sind wir in Richtung Lucca gefahren und haben uns einen Parkplatz erkämpft. Immerhin wurde dieser von einem Labrador bewacht, welcher einen ganzen (und das ist hier wirklich viel) Parkplatz für sich beanspruchte. Durch die Stadtmauer ging es in die Altstadt hinein und schließlich auch zum botanischen Garten. Nein, dieses Mal konnten wir sogar hinein – er hatte geöffnet! Wir konnten also endlich einmal eine Pflanzensammlung und eine Parkanlage in der Toskana bewundern. Sehr empfehlehnswert ist der Besuch, da erschwinglich, gepflegt und gut präsentiert. Klar, wir waren wieder alleine und so richtig üppig geblüht hat es auch nicht, zu sehen gab es doch einiges. Mit offenen Mund stand ich dann vor den Gewächshäusern, welche neu und sehr modern sind. Schnell habe ich aber eingesehen, dass soetwas in unserem Garten zwar toll, aber gleichzeitig nicht finanzierbar und ein wenig zu groß wäre. So ging es weiter durch die Magnolienstraße von Lucca, welche gerade in voller Blüte stand – einfach traumhaft. Anschließend stillten wir noch unseren Durst an Kunst und Kultur in den geöffneten Kathedralen und Kirchen. Am Abend fing es dann wieder an zu regnen und wir verkrochen uns in unsere nasskalte aber urgemütliche Unterkunft. Da wir uns ein wenig verkalkuliert hatten, besaßen wir nur zwei Pollover und die wollten nach anderthalb Wochen auch mal gewaschen werden. Schnell wurde aber klar, dass das mit dem trocknen in unserer Grotte nichts wurde. Also schön gekocht und den Abend vorm Kamin und bei einem Tatort ausklingen lassen…

Pisa und der schiefe Turm ist wirklich verdammt schief!

Am Morgen kurz den Wetterbericht gelesen, schnell die Sachen gepackt und nach Pisa gefahren. Ich hatte zwar ein ungutes Gefühl, denn Florenz und Pisa liegen in meinem Ranking gleichauf, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Die Stadt ist ebenso kompakt und schön, wie Siena und all die anderen „Metropolen“, aber dennoch relativ ruhig und interessant. Alles ist leicht zu erlaufen und mit einem Stadtplan findet man sich auch schnell zurecht. Klar, haben sich auch hier leider alle Geschäfte auf die Touristen eingestellt, trotzdem gibt man sich nicht abgehoben. Der berühmte Platz um den schiefen Turm war natürlich auch außerhalb der Saison sehr gut gefüllt. Da sich aber 99,9% aller Besucher mit dem typischen „Haltebild“ des Turmes beschäftigen, kann man seine Erkundungstour aber trotzdem fortsetzen. Diesen Turm kennt ja nun beinahe jeder, aber in Wirklichkeit ist das Ding echt krass schief. Also so richtig! Dazu ließt sich dessen Geschichte sehr amüsant und beantwortet die Frage, warum er so schief ist und überhaupt noch steht. Natürlich wollten wir auch den Botanischen Garten von Pisa besuchen, aber wer wird’s erraten: Er hatte zu! Dieses Mal aber nicht kurz bevor wir eintrafen, sondern außerhalb der Saison so richtig. Schade, aber am nächsten Tag geht es mit dem Vorsatz nach Lucca, dessen Garten zu besuchen.

Verschlossene, toskanische Gärten

In diesen Tag sind wir mit der Absicht gestartet, einige Gärten in der Region zu besuchen. Da dies aber Neuland für uns war, standen wir vor verschlossenen Türen und auch die Anfahrt gestaltete sich etwas schwierig. Meist kann man diese privaten Görten nur von außen besichtigen, denn hinter den Türen warten große und laute Hunde auf ungebetene Besucher. Für uns war das aber vollkommen okay, denn wir konnten einige Einblicke in die Gestaltung und Anlage der Gärten ermöglichen. Unerwartet kam die Sonne heraus und wir konnten uns sogar der Jacken und Pullover entledigen. Am Mittelmeer ist ein Vogelschutzgebiet gelegen, welches mit vielen Informationstafeln und gut ausgebauten Holzwegen die Besucher führt. Wir haben zwar keinen einzigen Vogel sehen können, aber der Abstecher war trotzdem sehr schön, zumal der Eisverkäufer passend zum Wetter bereit stand. Morgen geht es dann zur Abwechslung mal wieder in eine Stadt: Pisa!

Pietrasanta und das liebe Meer

Auf der Karte hatten wir festgestellt, dass wir ja eigentlich nicht einmal zehn Kilometer vom Meer entfernt sind. Da in unserer Grotte (so nennen wir unsere Unterkunft inzwischen liebevoll) wieder einmal eine Regenwolke festhing, sind wir mal dem großen Wasser in Pietrasanta entgegen gefahren. Ein sehr schönes Erlebnis, da wir hier unter blauem Himmel standen und frische Meeresluft atmen konnten. Wir waren wieder einmal nahezu alleine, nur ein Reiter und wenige Einheimische querten unsere Wege. Okay, an der Ampel standen dann doch noch zwei sehr mutige Touristen mit kurzen Klamotten und Badetüchern, nicht nur zu unserer Verwunderung. Alle anderen waren zumindest mit Pullovern und Jacken gekleidet… Daher ist die Temperatur wieder einmal nur eine rein subjektive Angelegenheit. Der Yachthafen von Viareggio lag dann noch auf unserer Rückfahrt und war einen kurzen Blick wert. Neid kam hier aber nicht auf, denn was will man um Himmels Willen mit so einem Kan? Tanken kann man – der letzte Benutzer hat nur 731 Liter Diesel getankt 🙂 In diesem Sinne – bis morgen!

Pietrasanta und das liebe Meer

Auf der Karte hatten wir festgestellt, dass wir ja eigentlich nicht einmal zehn Kilometer vom Meer entfernt sind. Da in unserer Grotte (so nennen wir unsere Unterkunft inzwischen liebevoll) wieder einmal eine Regenwolke festhing, sind wir mal dem großen Wasser in Pietrasanta entgegen gefahren. Ein sehr schönes Erlebnis, da wir hier unter blauem Himmel standen und frische Meeresluft atmen konnten. Wir waren wieder einmal nahezu alleine, nur ein Reiter und wenige Einheimische querten unsere Wege. Okay, an der Ampel standen dann doch noch zwei sehr mutige Touristen mit kurzen Klamotten und Badetüchern, nicht nur zu unserer Verwunderung. Alle anderen waren zumindest mit Pullovern und Jacken gekleidet… Daher ist die Temperatur wieder einmal nur eine rein subjektive Angelegenheit. Der Yachthafen von Viareggio lag dann noch auf unserer Rückfahrt und war einen kurzen Blick wert. Neid kam hier aber nicht auf, denn was will man um Himmels Willen mit so einem Kan? Tanken kann man – der letzte Benutzer hat nur 731 Liter Diesel getankt 🙂 In diesem Sinne – bis morgen!

Eine furchtbare Nacht und Casiole

Es ist schon seltsam, was wir für verwöhnte Menschen sind. Obwohl es doch eher eine Gewöhnungssache ist, mit gewissen Umständen zurecht zu kommen. Der Fluss war sehr laut und wir sind alle gefühlte vierzig Mal in der Nacht aufgewacht und wieder eingeschlafen – das zehrt an den Kräften, bereits in der ersten Nacht. Das Haus wurde den ganzen Winter über nicht bewohnt, nicht gelüftet und auch nicht beheizt, daher ist alles sehr kalt und nach dem ersten Heizen einfach nur nass. Nicht schön, aber eben auch nicht zu ändern. Der erste Blick am Morgen galt natürlich unserem Fluss, welcher quasi zum Haus gehört und wie soll ich sagen, wir haben ihn kaum wieder erkannt! Er führte jetzt nicht nur viel weniger Material mit sich und ist dadurch tiefblau, nein: der Wasserstand war um ca. einen Meter gesunken! Alles für gut befunden, haben wir uns auch gleich auf gemacht um die Gegend zu erwandern. Viel Zeit haben wir dafür nicht bekommen, da es schon kurz nach Mittag wieder anfing zu regnen. Der Weg führte uns durch die Schlucht hinter unserem Haus hinauf nach Casoli. Der Weg war voller Motive, welche entdeckt und fotografiert werden wollten. Kurz nach der von uns bewohnten Mühle findet man hier diverse Ruinen längst vergangener Zeiten. Was die Menschen wohl zur Aufgabe dieser schönen Immobilien bewegt hat? Das Örtchen Casiole bietet eine kleine Kunstsammlung von Wandmalereien aus unserer Zeit. Der Künstler hat auf der Stadtmauer ein kleinen Stadtplan mit seinen Werken erstellt. In der Dormitte lief uns dann diese kleine Hündin zu und ging spontan mit uns mit. Sie war sehr zahm und gutmütig, sodass wir uns sehr gut verstanden. Leider liefen wir mit ihr aber unserem Problem entgegen, denn spätestens am großen Eisentor vor unserer Mühle trennten sich unsere Wege. Sehr zum Übel für die kleine Hündin, welche lautstark protestierte und unsere Herzen bluten ließ. Der Kriesenstab tagte schon zum neuen Problem, als Wanderer in die andere Richtung der neue Bezugspunkt für unsere Begleiterin wurden – Problem ohne Zutun gelöst.