Der Umzug nach Lonbrici

Heute früh haben wir alle Habseligkeiten zusammengepackt und das Auto beladen. Unser guter Combo macht seit ein paar Tagen selstsame Geräusche aus der Richtung Radlager, aber ich bin mir sicher, dass ich das Zwitschern schon kenne: Das verhasste Wärmeleitblech der vorderen Scheibenbremsen sorgt für diesen Klang. Leider kommt man aber beim besten Willen nicht da dran, um es wieder zurück zu biegen. Gestern haben wir eine sehr große und auffällige Gärtnerei entdeckt und sind auch gleich „hängen“ geblieben. Wahnsinn, war mein erster Gedanke und in meinem Kopf schwirrten sogleich Pflanzpläne und Sorgenfalten über unser Leipziger Klima. Schnell war auch eine sehr freundliche Gärtnerin gefunden, welche mit Händen und Füßen meine Fragen beantwortete. Mein Einstiegssatz war: „The things you sell are so big, they can’t grow in two years in our garden!“ Da lachte sie nur und drückte mir meine vier Olivenbäume und zwei Oleander in die Hand. Zwar musste ich alle Mitreisenden davon überzeugen, dass wir für diese vierjährigen Pflanzen genug Platz im Auto haben, aber wir haben dann doch noch alles verstauen können. Die Route ging vorbei an Florenz über Lucca bis ins kleine Örtchen Lombrici. Da wir uns für diesen Umzug den ganzen Tag Zeit genommen haben, verlagerten wir die Route von der Autobahn auf die Landstraße – sehr lohnenswert und unbedeutend länger, aber ein wenig aufregender. Unterwegs fing es an zu schütten, angekommen hat es aus allen verfügbaren Eimern gegossen. Wir haben eine alte Mühle bezogen, welche wirklich aufwendig saniert wurde und mit maximal sieben Personen bewohnt werden kann. Durch den Starkregen war der angrenzende Fluss allerdings zu einem reißenden Riesenfluss geworden. Der Garten ist wirklich wunderschön und alles ist genau nach meinem Geschmack, leider das Wetter dagegen ganz und gar nicht. Ein kleinen Schweinestall habe ich gefunden, viele in den Fels geschlagene Räume und Tröge und noch viel mehr. Da es aber immer noch schüttet und der Fluss nicht mehr freundlich aussieht, habe ich den Rückzug angetreten. Schnell noch ein Foto gemacht und in das kalte Bett gekrabbelt…

Wandern im Chianti Gebiet

Es hat uns natürlich auch die Wanderlust gepackt und die Füße haben beim Lesen der Wanderführer zum Chianti Gebiet gezuckt. Daher haben wir uns für den Einstieg die Route Nummer 7 aus dem Rother Wanderführer Toskana Süd entschieden. Eine sehr schöne Wanderung durch das Chianti Gebiet mit typisch toskanischem Flair. Der gut ausgeschilderte und begehbare Wanderweg führt durch Weingebiete, Wälder und an Gärten vorbei. Wir haben viel Fotografiert und den Weg genossen, daher haben wir knapp sechs Stunden für die Tour gebraucht. Ab der Hälfte ist der Weg nicht mehr so interessant und der sportliche Aspekt einer Wanderung gewinnt die Oberhand. Auch hier waren wieder die Spuren der Regenfälle in Form von Erdrutschen sichtbar. Sehr interessant ist der Garten aus englischer Hand im letzten Drittel der Wanderung. Sehr gepflegt und eben typisch englisch steht hier ein kleines Anwesen. Sehr angetan und mit mpden Beinen sind wir heute in unsere Betten gestiegen. Morgen stand der Umzug in die Nordtoskana an, der Wetterbericht hatte für dieses Unterfangen Regen vorgesehen.

Catello di Gargonza, wir sind verliebt!

Auf dem Rückweg von Siena haben wir kurz vor der Dunkelheit noch eines dieser Hinweisschilder auf eine touristische Attraktion entdeckt und sind diesem gefolgt – zum Glück! Leer und geschlossen konnten wir die Castello di Gargonza besichtigen. Nein. kein Käse, eine Festung, eine Stadt, ein Hotel – eigentlich alles in einem! Ein Ort mit Tradition, schließlich wurde diese seit dem 14. Jahrhundert bis in die 50’er Jahre bewohnt und vor einigen Jahren vom neuen Besitzer aufwendig restauriert und zu einem Ferienpark umgebaut. Allerdings mit vorrangiger Bewahrung der Traditionen! Sehr beeindruckt habe ich mich durch die engsten Gassen gezwungen. Ein Ort voller Geschichten und mit dem Potenzial, dass alle Türen aufspringen wollen und überall her die Bewohner kommen und ihren Alltag beschreiten. Ich will eine Burgo! Die Parkanlagen um die Mauer herum waren ebenso spannend, aber leider verschlossen, aber wir kommen wieder!

Siena zum verlieben und wieder etwas Garten

Nach dem gestrigen Reinfall aus verschiedenen Sichtweisen, haben wir heute die Stadt Siena angesteuert. Aufgrund diverser Straßensperren dauerte die Hinfahrt allerdings viel länger, als es nötig gewesen wäre. Angekommen und einen sicheren Parkplatz gewählt, sind wir mit der Rolltreppe in diese unbeschreiblich schöne Stadt gefahren. Dort angekommen findet man sich in den engen Gassen und wunderschönen Häusern schnell zurecht. Die Städte haben hier einen sehr ausgeprägten Charakter. Meiner Meinung nach geht durch die engstirnigen Bauvorschriften in deutschen Städten ein erheblicher Teil davon verloren, da könnte man sich die ein oder andere Scheibe von unseren Nachbarn abschneiden… Der Dom Santa Maria ist sicherlich das bekannteste Wahrzeichen dieser Stadt und ein Mustsee für jeden Besucher. Außerhalb der Saison sogar mit mäßigem Touristenaufkommen. Beeindruckt von der Innenarchitektur, trauten wir unseren schmerzenden Augen vor der Türe kaum: Sonne! Und zwar richtig viel! Wie Geblendete stolperten wir die Stufen hinunter und legten schnell zwei unserer Zwiebelschichten ab. Es ist schon beeindruckend, dass die Temperatur bei direkter Sonne im Nu an der 20°C Marke kratzt. Mit dem Allinklusive-Ticket besichtigten wir alle Bereiche der Domanlage und fotografierten bis zum Rande der Akkukapazitäten. Auf dem Piazza del Campo wollten wir der Empfehlung nachkommen und im Café Nanini eine Siesta machen. Leider waren alle verfügbaren Kellner aber entweder überfordert oder einfach nur unfähig. Daher zogen wir in ein kleines Café eine Querstraße weiter und genossen unsere wohl verdiente Siesta mit regionalen Speisen und Getränken. So erkundeten wir Stück für Stück die ganze Stadt und standen leider vor verschlossenen Türen des botanischen Gartens. Dieser hatte vor zehn Minuten seine Tore geschlossen und verwehrte jeden Einblick auf seine Anlagen. So blieb uns nur die Vorstellung des Verborgenen und das Foto des Gartenplans. Wir haben aber heute beschlossen, genug Gartenpause gemacht zu haben und von nun an einige Parks, Gärten und Ausstellungen anzusteuern. Gesättigt und vom Feuer aufgewärmt schlossen wir heute unsere Augen mit vielen neuen Eindrücken.

Florenz zum Abgewöhnen

Passend zum Tag wollten wir eigentlich nur ein bisschen durch die Gegend fahren und uns das ein oder andere Museum anschauen. Irgendwie führte uns aber (leider) der Weg direkt nach Florenz. Vorbei an einem Kloster (Certosa di Firenze), welches bis auf zwei Stunden am Tag dem Besucher verschlossen bleibt, in die lebhafte Innenstadt. Viel mehr haben wir uns aber auch nicht angesehen, denn es schüttete heute wirklich aus allen Eimern. Kombiniert mit den unzähligen Touristen und der verkehrschaotisierten Innenstadt und dem Nass von überall, war dieser Ort weder gut für die Stimmung, noch förderlich für unsere Fotoausrüstung. Auch empfand ich diese Stadt als zu voll, zu laut, zu dreckig, zu teuer und ein bisschen überbewertet. Überall tummelten sich selbst außerhalb der Saison hunderte Touristen an definierten Orten. Diese multikulturelle Mischung unserer Art bedingt auch eine enorme Lautstärke. Gepaart mit dem hohen Verkehrsaufkommen und dem allgemeinen Treiben der Einheimischen, zumindest für mich gar nicht schön. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn in unserem Ferienhaus lagen eine Menge Bücher bereit zum lesen und auch das Panorama möchte immer mal wieder neu erfunden und fotografiert werden. Auf dem Rückweg fand ich dann doch noch etwas bekanntes: Diese Verkehrsschilder, welche durch Streetart verschönert wurden… Aus den Picdumps der letzten Wochen waren diese kleinen Kunstwerke zum schmunzeln sofort wieder im Gedächtnis. Sicherlich bräuchte man einige Tage, um alle davon zu fotografieren und keines entdeckte man ein zweites Mal. Zuhause angekommen rief erneut der Kamin und das atemberaubende Panorama.

Castelfranco Di Sopra, eine Region mit Potenzial

Es folgte ein kurzer Abstecher in die Umgebung. Das Wetter war nicht wirklich stabil und es hat immer wieder angefangen zu regnen. Castelfranco di Sopra ist eine relativ große Region, in welcher es immer wieder neue Dinge zu entdecken gilt. Durch die anhaltenden Regenfälle waren mehrere Zufahrtsstraßen gesperrt und man hat bestimmte Sehenswürdigkeiten nicht so einfach erreicht. Daher hatten wir uns für „einfach losfahren“ und überraschen lasen entschieden. Die Anhaltepunkte häuften sich und wir konnten einige sehr interessante Orte besichtigen. Vorteil an dieser Jahreszeit ist, dass nicht nur die Einheimischen sehr entspannt sind, nein: es gibt kaum Touristen, welche die Eindrücke beeinflussen. Am Abend kehrten wir relativ zeitig zurück und konnten einige Sonnenstrahlen auf der Terasse genießen, bevor es wieder kälter wurde und der Kamin Wärme spendete. Am Abend klopfte es noch an unserer Tür und der Besitzer des von uns bewohnten Anwesens stellte sich vor. Ein kleiner, betagter aber sehr sympathisch anmutender älterer Herr aus Rom stand vor unserem Haus und begrüßte uns herzlich. Der Einladung, sein Haus zu besichtigen kam ich gerne nach. Fort an wurde ich von einer gastfreundlichen Herzlichkeit überschüttet, wie sie mir noch nie entgegen gebracht wurde. Die Tour begann im Wein- und Olivenkeller, setzte sich über die Weinpresse aus dem 16. Jahrhundert und über das immer wieder erweiterte Haupthaus fort. Hier angekommen befand ich mich schlagartig in einer längst vergangenen Epoche. Alles ist original und zeugt von längst vergangenen Zeiten. Die römische Familie stellt hier seit Jahrhunderten Wein und Olivenöl her und verkauft es im kleinen Stil. Der Rotwein wurde uns bereits am ersten Tag empfohlen und von uns für gut befunden. Da ich meine Begeisterung für die Geschichte und Tradition im guten Englisch-Deutsch-italienisch vermittelte, durfte ich das gesamte Haus besichtigen und auch einen Einblick in alte Dokumente, Karten und Antiquitäten erhalten. Alle Daheimgebliebenen machten sich schon Sorgen, als ich bepackt mit Käse, Baguette, Postkarten, Zetteln und einer der letzten Flaschen Rotwein aus dem Jahr 1986 vor der Türe stand. Ein wenig irritiert aber sehr beeindruckt ging so ein weiterer Tag zu Ende.

Arezzo – eine Stadt zum Verlieben!

Wir haben heute eine richtig große Stadt besucht, aus kultureller Sicht zwar eher eine Kleine, aber egal! Außerhalb der Saison trumpft Arezzo ohne große Menschenmassen und mit gut präsentierter Geschichte und Kunstwerken auf. So blieb auch genug Zeit, die Motive sorgfältiger auszuwählen und die unbeschreiblich schönen Bauten ohne die unzähligen Touristen im Foto fest zu halten. Sehr spannend finde ich, dass die Strecken von Museum zur Kirche, zum Dom, zum Stadtpark und zum Denkmal sehr kurz sind und die ganze Stadtbesichtigung somit mehr einem (kleinen) Spaziergang glich. Schnell haben wir uns diese kleinen und engen Gassen, in die eigenwillige Bauweise, die flinken und schnell sprechenden Italiener(innen) verliebt, wir sind angekommen! Überall blickt man auf schlafende Gärten und Pflanzen, welche wie Sprinter kurz vor dem Startschuss, auf den Frühling warten. Für uns Wintereuropäer unglaublich warme 15°C schienen bei den Einheimischen eher Winterjacken, Mützen und Schals auf den Tagesplan zu rufen, wir tankten jeden Sonnenstrahl als wären es unsere Letzten. So schlenderten wir durch diese wunderschöne Stadt und besuchten die Denkmäler und Kathedralen der Medici Familie. Für uns eine neue Welt der Architektur und eine neu definierte Größe. Zuhause angekommen, bot sich von der Terrasse ein unendlich schönes Panorama, was will man mehr? Am Abend haben wir dann noch gemütlich den hauseigenen Rotwein genossen und ab und zu ein Bild von der Terrasse aus gemacht. Spät ist es geworden, dafür aber um so wärmer!

Guten Morgen, wir haben die Kälte ausgepackt

So ähnlich sah es aus, denn am nächsten Morgen war es hier in Castelfranco Di Sopra zehn Grad kälter als am Abend zuvor. Daher hatten wir uns dazu entschlossen, die Gegend weiter zu erkunden und alles ein wenig langsamer anzugehen. Genau das macht ein Urlaub für uns aus – eben Alles ein bisschen anders zu machen als sonst. Wir leben hier in einem entlegenen Ort ohne Fernsehen und eigentlich auch ohne Internet. Wir freuen uns über den Luxus von warmen Wasser, einem funktionierenden Gasherd und ein wenig Licht. Viel mehr brauchen wir aber auch nicht um zu leben. Irgendwie fühlt es sich befremdlich und anders an, aber ich empfinde es als richtig(er)… Um diesen Eindruck ein wenig wieder geben zu können, habe ich das Haus ohne großes Auf- und Umräumen fotografiert. Einfach so wie es gerade aussieht und wie wir hier leben. Wenig, aber genug um zufrieden zu sein! Der Ausblick ist unbeschreiblich und man kann je nach Wetterlage die ganze Landschaft überblicken – was für ein Luxus! Erkundet haben wir einen kleinen Friedhof, welcher für die Region sehr typisch ist: In der Mitte gibt es einige Gräber und rings herum stehen riesige Betonschränke mit Urnengräbern, welche liebevoll gestaltet und geschmückt wurden. Wieder im Haus angekommen, hatte jeder seine Aufgabe gefunden und schnell wurde es wieder etwas wärmer. Ein kleiner Rundgang mit Fotos vom Haus ist dabei auch noch heraus gekommen…

Ein neuer Tag und eine neue Welt – Montevarchi!

Die Nacht danach könnte man es aber auch nennen. Wir sind mitten im toskanischen Winter erwacht. Im Haus herrscht die selbe Temperatur wie vor der Türe und wir sind zwar einiges von unserer Heimat gewohnt, aber für die kommenden Nächte mussten wir uns schon ein wenig mehr einfallen lassen, als ins Bett zu steigen. Der Kamin bekam nun unsere Hauptaufmerksamkeit. Holz gab es auf dem Grundstück zum Glück zur Genüge. Als erstes trauten wir uns in die nähere Umgebung, um die Vorräte für die folgenden Tage aufzufüllen. Der Weg führte uns einige sehr steile Kilometer hinab in die kleineren Orte bzw. Castelfranco di Sopra. Die Navigation war nicht so leicht, da die anhaltenden Regenfälle der letzten Wochen die Hauptzufahrtsstraße durch einen Erdrutsch zerstört hatten und die Umleitungen schlecht ausgeschildert und sehr viel länger waren. Selbst mit unserem Superhypernavigationsapperat war es kaum möglich, die kleinen Straßen in den Olivenhainen auf anhieb zu treffen. Zumal der Wenderadius des Opel Combo mit 11,25m einfach viel zu groß ist und so manche „Abbiegung“ in mehreren Zügen genommen werden musste. Auf dem Weg liegt diese kleine Kirche, welche gleich unser erstes Motiv geworden ist. Pünktlich zur Messe wendeten wir vor diesem Gotteshaus in vielen Zügen. Dieses Manöver wurde aber vom Pfarrer und allen Anwesenden freundlich unterstützt – seltsam welche freundlich-herzliche Art uns entgegen gebracht wurde. Wir saugten diese, das frische Grün und die ersten Blüten in dieser Landschaft auf, als wäre es das erste Wasser nach vielen Wochen Dürre gewesen. Auch wenn die Vegetation hier um Monate hinter her hing, hatten wir diesen Anblick noch viel länger vermisst. Im beschaulichen Ort Montevarchi haben wir dann doch noch einen Parkplatz gefunden und auch einen englisch sprechenden Einwohner, welcher uns freundlicherweise durch die verwinkelten Gassen zu einem geöffneten Supermarkt führte. Sehr erstaunlich war die frische der Waren und auch deren Qualität und dem zu Folge auch der Preis. Hier gab es wirklich frische und lokale Lebensmittel, aber dem Reisenden sei gesagt, dass die Kosten dafür auch deutlich höher ausfallen! Alle Einwohner bereiteten sich auf ein Fest vor, welches man mit Olivenzweigen feiert und mir bis jetzt unbekannt ist. Mit vollen Beuteln und leerer Hosentasche haben wir uns auf den Rückweg gemacht und noch jedes nur erdenkliche Motiv fotografiert. Kurz darauf brannte auch schon das Feuer im Kamin und die Wärme kehrte in das Haus zurück. Der Blick auf den Wetterbericht erregte allerdings ein wenig Besorgnis, da der Ostwind Temperaturen kurz über Null voraus sagt. Kaum zu glauben, es waren nämlich am Vortag noch sommerliche 16°C und diese Häuser sind weder isoliert noch sind Fenster und Türen dicht …

Toskana 2013 – eine Reise in den Frühling

Lange hat unsere Urlaubsplanung dieses Jahr gedauert und noch viel schwieriger war es für uns, eine Zeit und ein Ziel für diese Reise zu wählen. Wir haben uns für die Toskana entschieden und ein wenig hoch gepokert. Denn wir wollten in’s Warme, die Sonne wieder sehen, traumhafte Landschaften genießen, wandern und üppige Flora entdecken. Der Wetterbericht ließ allerdings nicht all zu viel Hoffnung auf diese Eindrücke zu. Aber immer noch besser, als diese Winterlandschaft in Leipzig. So haben wir also noch einmal alle Vorbereitungen getroffen, unsere Gärten in behutsame Hände gegeben, um der Ferne entgegen zu fahren. Die Strecke hatte es in sich, denn wir fuhren ja zu viert im Opel Combo und in einer Strecke. Gerade noch rechtzeitig haben wir die Beklebung mit unserem Logo und die Website „fertig“ bekommen. Nach 1180km und 14h Fahrzeit sind wir also doch angekommen. Alle waren sichtlich müde und von unendlich langen Autobahnen oder besser deren Benutzern genervt. Ich würde meinen, dass dies die weiteste Strecke ist, die man am Stück fahren kann. Egal, wir waren da und der erste Eindruck war wirklich gut. Wir befanden uns hoch auf dem Berg, in einem Anwesen aus dem späten 17. Jahrhundert. Der ehemalige Kuhstall wurde nach liebevoller und italienischer Bauweise unser Ferienhaus. Sehr rustikal und ohne Heizung! Okay, ein Kamin war vorhanden, aber die elektrische Zusatzheizung war bei diesen Temperaturen und der Abrechnungsmethode nicht wirklich eine Option. Da schien der Kamin wohl unsere bevorzugte Wärmequelle zu werden und wir sammelten fleissig Holz. Viel mehr ging nach dieser Anreise aber auch nicht, in diesem Sinne: Gute Nacht!