Pietrasanta und das liebe Meer

Auf der Karte hatten wir festgestellt, dass wir ja eigentlich nicht einmal zehn Kilometer vom Meer entfernt sind. Da in unserer Grotte (so nennen wir unsere Unterkunft inzwischen liebevoll) wieder einmal eine Regenwolke festhing, sind wir mal dem großen Wasser in Pietrasanta entgegen gefahren. Ein sehr schönes Erlebnis, da wir hier unter blauem Himmel standen und frische Meeresluft atmen konnten. Wir waren wieder einmal nahezu alleine, nur ein Reiter und wenige Einheimische querten unsere Wege. Okay, an der Ampel standen dann doch noch zwei sehr mutige Touristen mit kurzen Klamotten und Badetüchern, nicht nur zu unserer Verwunderung. Alle anderen waren zumindest mit Pullovern und Jacken gekleidet… Daher ist die Temperatur wieder einmal nur eine rein subjektive Angelegenheit. Der Yachthafen von Viareggio lag dann noch auf unserer Rückfahrt und war einen kurzen Blick wert. Neid kam hier aber nicht auf, denn was will man um Himmels Willen mit so einem Kan? Tanken kann man – der letzte Benutzer hat nur 731 Liter Diesel getankt 🙂 In diesem Sinne – bis morgen!

Catello di Gargonza, wir sind verliebt!

Auf dem Rückweg von Siena haben wir kurz vor der Dunkelheit noch eines dieser Hinweisschilder auf eine touristische Attraktion entdeckt und sind diesem gefolgt – zum Glück! Leer und geschlossen konnten wir die Castello di Gargonza besichtigen. Nein. kein Käse, eine Festung, eine Stadt, ein Hotel – eigentlich alles in einem! Ein Ort mit Tradition, schließlich wurde diese seit dem 14. Jahrhundert bis in die 50’er Jahre bewohnt und vor einigen Jahren vom neuen Besitzer aufwendig restauriert und zu einem Ferienpark umgebaut. Allerdings mit vorrangiger Bewahrung der Traditionen! Sehr beeindruckt habe ich mich durch die engsten Gassen gezwungen. Ein Ort voller Geschichten und mit dem Potenzial, dass alle Türen aufspringen wollen und überall her die Bewohner kommen und ihren Alltag beschreiten. Ich will eine Burgo! Die Parkanlagen um die Mauer herum waren ebenso spannend, aber leider verschlossen, aber wir kommen wieder!

Der Weg ist fertig

Heute haben wir es endlich geschafft, den Weg komplett fertig zu machen. Im Eingangsbereich sind die Platten geschnitten und verlegt und mein Vater durfte sich mit den Kurven beschäftigen. Ich muss diese kunstvollen Schnitte mit der Flex unbedingt erlernen, auch wenn mir dieses Gerät nicht sympatisch erscheint. Ein großer Dank an Rico, den ich hiermit offiziell vorstelle: der Bruder von Nadin und mein quasi bester Kumpel. Wir ergänzen uns bei der Gartenarbeit super, denn er ist genau und ich effizient 🙂 Da wir beide aber noch nie Kanten gesetzt, mit der Wasserwage gearbeitet haben und auch sonst keine Erfahrung im Wegebau besaßen, haben wir sicherlich 100m Kanten gesetzt, obwohl physisch nur knapp 60m vorhanden sind. Zu guter Letzt haben wir unser Projekt mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Die Berechnung von Baumaterialien müssen wir noch ein wenig üben, es fehlte ein halber Kubikmeter Splitt, wobei man erwähnen muss, dass dies die einzige Investition bei diesem Projekt war. Den Container haben wir natürlich genutzt und gleich den angesammelten und geborgenen Müll entsorgt. Voll ist er geworden und wir haben wieder ein bisschen mehr Baufreiheit.