Gewächshausumbau und Neuankömmlinge finden zu uns

Seit langem nervt es extrem, jedes zweite Jahr die Erde im Gewächshaus zu wechseln. Zudem man eine riesen Menge des Materials, mit Unkraut kontaminiert, verwenden muss. In einer Gärtnerei haben wir gesehen, dass diese einfach einen Sack guter Erde auf dem Boden liegend, geschlitzt und bepflanzt haben. Nach kurzer Überlegung waren wir begeistert davon. Die Erdmischungen sind je nach Lieferant so gut, dass sie genau für eine Saison Nährstoffe bieten. Die Wurzeln sind früher wärmer als in der Erde, es kann weniger Wasser verdunsten und somit muss man weniger gießen, da das Volumen ja durch die Folie geschlossen ist. Auch das lästige wechseln viel zu großer Erdvolumen entfällt. Kurzer Hand haben wir daher unser Gewächshaus das letzte Mal von Erde befreit und eine Bühne für unsere Neuentwicklung betoniert bzw. gelegt. Damit der Platz einigermaßen nutzbar wird, haben wir Rasengittersteine gelegt, diese mit groben Kieseln ausgefüllt und eine Betonkante angegossen. Das Ganze ist natürlich auf Sand gebettet, damit abfließendes Wasser nicht stehen bleibt oder gar Frostschäden verursacht. Nebenbei sind noch einige hochwertige Hosta angekommen und sind auch in die neu entstandenen Flächen von Carolin & Gert eingezogen. Wir hatten uns auf finanziellen Gründen nur an traditionelle Arten gewagt und sind auf die unterschieldichen Zeichnungen gespannt. Denn spätestens in ein paar Jahren können wir die Pflanzen eh teilen und tauschen. Ebenso steht ein weiteres Regefass diesmal aber in seiner Funktion als Wassersammler am Gewächshaus. Die maroden Dachrinnen haben wir durch neue ersetzt. Die Dahlien sind heute in ihr Winterquartier gezogen und wir haben die letzten Blüten benutzt, um noch Fotos von den vorhandenen Sorten zu machen. Das dient zur Sortenbestimmung. Das werden sicherlich viele von euch kennen: Im Herbst gibt es viel zu tun und im Frühjahr sehen die überwinterten Knollen irgendwie alle gleich aus. Daher gibt es bei uns nun laminierte Fotos der Blüten als Hilfestellung.

Der Kreislauf des Wassers

Dieses Jahr werden wir die biologische Filterung des Pools wohl nicht mehr umsetzen, aber die Verrohrung habe ich heute fertig bekommen. Die Filterbecken mit insgesamt 1200l Volumen habe ich mit Tankverschraubungen und HT-Rohr verbunden. dies war einfacher als gedacht, da die Manschetten gerade so groß waren, wie der Abstand zwischen den Latten. also habe ich einen Lattenkopf entfernt und dort die Verbindung angesetzt. Das Ganze drei mal und jeweils mit einer dicken Scheibe Kunststoff verstärkt, damit auch alles dicht wird. Es zeigte sich nur schnell, dass alle noch freien Pumpen viel zu stark sind und das System voll auslasten. Also so einen Durchfluss erzeugen, dass der Abfluss gerade so noch ausreicht. Natürlich geht das überhaupt nicht und bietet keinerlei Reserven für Starkregen oder Verstopfungen. Ich muss noch nach einer sicheren, stromsparenden und vor allem ansaugenden Pumpe suchen. Aber der Winter ist ja lang. Jetzt plätschert es ersteinmal testweise.

Veränderte Entwässerung

Es ist ja nun nicht mehr anders zu erwarten: Der Winter wird kommen. Also natürlich erst, nachdem dieser Herbst aufgegeben hat. Aber ich befürchte er kommt unaufhaltsam. Da wir im Winter meist weniger Zeit haben, müssen wir uns nun etwas ranhalten. Die Dachentwässerung wird bei uns durch 110’er KG Rohre gesammelt und oberirdisch in die Zisterne geleitet. Wenn diese aber nun voll sind, gibt es derzeit keinen Überlauf oder Plan B. Dieser lässt sich auch nicht konstruieren, denn entweder fließt das Wasser dann unter den Pool oder zum Nachbar in den Keller. Beides sind nicht akzeptable Lösungen, also habe ich bei einem Freund einen Schieber gesehen, welcher eben genau für 110’er Rohre gedacht ist und winterhart sein soll. Das große Auktionshaus hat den Deal abgerundet und das Gerät zu uns gebracht. Jetzt können wir bei vollem Wasserdepot einfach den Zulauf absperren und das Wasser versickert perspektivisch im Beet. Das ist zwar noch nicht gebaut, die Rohre sind aber entsprechend gekürzt und der Schieber eingesetzt. Daneben sieht man unsere Wasserentnahme. Eine alte Druckpumpe mit einem einfachen Presscontrol. So schaltet sich die Pumpe bei Wasserentnahme an und bei Schließen der Brause, wieder ab. Nächstes Jahr werde ich noch ein kleines Pumpenhäuschen bauen, damit das ganze ein wenig schöner wird und die Technik keine Füße bekommt. Skeptiker meinen, dass man ein abgeschlossenes Hochschulstudium für unseren Garten benötigt. Wir sagen, dass er schön, effektiv und praktisch ist. Denn warum sollte ich mein Leben lang Gießkannen schleppen, wenn ich die Pumpe doch im Keller habe… Nebenbei finde ich es einfacher, den Schieber zu schließen und die Pumpe entlüftet in den Keller zu stellen, als alle Fassverbindungen zu lösen, die Behälter zu säubern und gestapelt in irgend einer Ecke zu überwintern.

Eine Mauer zur Erinnerung

Nachdem die Hecke auf misteriöse Art und Weise verschwunden ist, muss ein Sichtschutz her. Nicht weil wir unsere Nachbarn nicht mögen, oder weil die ganzen nackten Chicks auf unseren Poolpartys herumspringen – nein, weil jeder einen gewissen Anspruch an Privatsphäre hat und diesen auch zugestanden bekommt. Bei der Auflösung der alten Fläche haben wir reichlich Schutt gefunden und auch ein intaktes Fundament, welches warscheinlich einmal zu einem Schuppen gehörte. Eine kurze Analyse ergab, dass es wirklich massiv ist und nicht von uns entfernt werden kann. Dem aufmerksamen Leser entgeht natürlich nicht, dass das so gar nicht unseren Leitsätzen entspricht. Daher muss man noch anfügen, dass dieses Fundament genau auf den Grundstücksgrenzen errichtet wurde und teilweise die Erdkabel der Elektrik dort verlegt wurden. Wir haben daher die restlichen Ziegel genutzt, und die Konturen aufgemauert. Weniger zu einem Zweck, vielmehr als Gestaltungselement. Wir planen es von allen Seiten mit Kletterhortensien überwuchern zu lassen und so eine Grüne Wand zu bekommen. Das Pumpenhaus ist auch fertig und hat ein Dach aus einer alten Stahlplatte bekommen. Leider gibt es davon keine Bilder, da es am Tag des Bauens in strömen regnete. Der Bau des Sichtschutzes geht voran, ich sammle derzeit das Material hierfür und versuche die örtlichen Begebenheiten für die Errichtung vorzubereiten.

Der Baumarkt entsteht

Wir hatten uns vorgenommen in der äußersten Ecke eine Art Materiallager anzulegen. Die alten klapprigen Sichtschutzwände haben wir daher entfernt und blicken nun in die nicht unbedingt schönste Ecke unseres Nachbargartens. Egal, es ist ja nur für kurze Zeit. Daher haben wir die alten Pfosten schnell umgebaut und in ordentliche Fundamente gegossen. Der neue Sichtschutzzaun soll 2m hoch werden und mit einer abwechselnden Verbretterung versehen werden. Das haben wir mal in einer Gartensendung gesehen und fanden dies sehr schön, da das Licht durchkommt und das Ganze nicht so den Eindruck einer Wand vermittelt. Ideal ist auch, dass wir vom alten Dach noch genügend Schalbretter besitzen, um den Zaun fertig zu stellen. Auch wenn ich gern neues Holz verbauen würde, finde ich derzeit kein günstiges Material. Die Platten für das Materialdepot hatten wir auch noch übrig und Rico hat mal eben diese mit mir gemeinsam verlegt. Nebenbei liegt nun die Hauptwasserleitung frei, diese habe ich nun ordentlichh fixiert und somit für den Verein kostenfrei saniert – Bitteschön!

Wir bringen Licht ins Dunkel

Auch wenn die Tage gerade lang sind, haben wir meist kein Licht mehr, um aufzuräumen. Die Arbeiten dauern derzeit einfach bis spät in die Abendstunden. Dann stolpert man noch um das Haus herum und fällt über alles, was der Zufall so da hingelegt hat. Da haben wir uns ein paar Abende Gedanken gemacht und sind auf LED Strahler gekommen. Diese kann man aus Fernost sehr günstig beziehen und sie verbrauchen kaum Strom. Ich habe diese rund um das Haus angebracht und gleich angeschlossen. Super Hell und wir verbrauchen in der Summe aller vier Strahler nicht einmal 50 Watt. Erst hatte ich die kleinen spritzwassergeschützten Strahler oben auf dem Querbalken montiert, um die Terasse ausleuchtten zu können. Der erste Probelauf ergab, dass die Nachbarn auf ihren Terassen geblendet wurden. Daher schnell umgebaut und neu verkabelt. So können wir nun noch länger gärtnern – Eine super Erfindung!

Wenig Raum und viel Erde

Wir sind immer noch am wühlen und buddeln. Die neu zu gestalteten Flächen wollen wir ca. eineinhalb Spaten tief umarbeiten und den Rasen aussieben. Bisher hat das gut funktioniert und nur wenig Rasen ist wieder gekommen. Da spielt uns das trockene Wetter in die Karten, denn einfaches Harken reicht hier aus, um das Unkraut nieder zu machen. Ein Totalausfall des Mischers wurde zwar behoben, hat aber zu leichten Verzögerungen geführt. Kaum zu glauben, hier ist einfach die Motworwelle festgefahren. Hat der Händler auch noch nie erlebt und man ging sichtlich überfordert mit diesem Defekt um. So kam es auch dazu, dass ich im Eingangsbereich des Marktes den Motor ohne ordentliches Werkzeug auf eigene Faust wechseln durfte – sehr repräsentative Aktion! Auch liegen uns ständig Baumaterialien im Weg. Wir wollen neben dem Pumpenhaus eine Art Baustoffhof anlegen, wo man alles sammelt und einen guten Überblick über die Materialien hat. Es nervt einige Dinge bereits zum fünften Mal umstapeln zu müssen. Man sagt mir aber, dass das normal sei!?

Die Erdarbeiten gehen weiter

Wir haben noch eine Menge Erde zu bewegen und alte Flächen aufzulösen. Die Hecke zu unserem Nachbarn wollen wir komplett entfernen und werden hier eine neue Sichtschutzhecke pflanzen. Der Grund ist einfach, die Ligusterhecke wurde durch die vergangenen Winter stark geschädigt und viele Pflanzen sind abgestorben. Auch der Schnitt und die Pflege der Pflanzen haben ihr Übriges zum Zustand beigetragen. Da auch hier der Beton in der Erde im Weg war, konnten sie nicht einmal richtige Wurzeln bilden. Die Erde ist um die Pflanzen herum staubtrocken und ausgelaugt. Selbst Unkräuter verirren sich hier nur selten hin. Ein anderer Nachbar hatte seine Wasserleitung in diese hecke gelegt, daher mussten wir vorsichtig agieren und diese ersteinmal bergen. Da ist uns doch nich glatt aufgefallen, dass diese Leitung seit Jahren leckt und einen Teil der Hecke bewässert. Genau diese eine Pflanze war auch doppelt so hoch wie die Anderen. Mit schwerem Werkzeug wurde kurzer Prozess gemacht und die Stämme entfernt. Die Flächen um die Terasse und zu unseren Nachbarn hin ackern wir jetzt Stück für Stück durch, hier liegt noch viel im Weg und die Kapazitäten an Lagerraum sind auch erschöpft. Viel Rasen mit viel Schutt aber auch kostbare und neue Erde für unsere Neuanpflanzung werden gewechselt. Wir haben uns für ein Duftbeet nach englischem Vorbild entschieden. Die Pflanzen sind ausgesucht und bestellt, jetzt müssen wir uns beeilen, um alles fertig zu bekommen. Auch das Pflaster für Garten 81 ist bestellt und wir warten auf Lieferung. Alle Flächen sind bereits mit der Rüttelplatte verdichtet und vorbereitet, wir stehen quasi in den Startlöchern…

Eine kurze Zwischenbilanz

Wir haben ziemlich viel geschafft, wie ich finde. Große Teile des hinteren Gartens haben wir neu angelegt und mit Wegen versehen. Eine neue Terasse zur Outdoorküche ist entstanden und wir sind endlich diese Unmengen an Bauschutt los. Das Auflösen der Rasenflächen und alten Bereiche gestaltet sich schwieriger als gedacht, hier treffen wir auf Fundamente, Beton und nochmals Beton. Kein Wunder, dass das Wasser hier nicht richtig versickert, eine 3cm starke Erdschicht über einer Betonplatte lässt halt keine wirkliche Drainage zu. Ziemliche Brocken sind da vergraben und wir haben es uns ja zur Aufgabe gemacht, die Altlasten (soweit möglich) zu beseitigen. Und was hat man da? Richtig, einen großen Haufen Schutt! Das ein oder andere Späßchen können wir auch wieder machen, also scheint es uns nach dem Bauurlaub wieder besser zu gehen. Ganz nebenbei sind noch zwei Filterbecken für den Pool dazu gekommen, da ich ab kommender Saison keine Lust mehr auf Chemie in meinem Garten mehr habe. Die Multitabs auf Chlorbasis machen zwar das Wasser schön klar und sauber, aber Abwasser kann man noch so lange ausgasen lassen – richtige Freude kommt beim gießen nicht auf. Sie sind eigentlich als Wasserfass gedacht, lassen sich aber prima für meine Zwecke umfunktionieren. Auch müssen sie im Winter nicht abgelassen werden, da der Hersteller Frostsicherheit garantiert. Hier wird das Wasser natürlich gefiltert und in den Pool zurück gepumpt. Diesbezüglich muss ich noch ein paar Informationen sammeln, aber möglich sollte es sein. Ach ja, und eine Feuerstelle haben wir angelegt, also vorbereitet: Fertigstellung folgt!

Erdmassen bewegen sich

Es ist warm, es fließt der Schweiß und wir schuften! Die tägliche Arbeit zeigt inzwischen erste Ermüdungserscheinungen. Unser liebstes Arbeitsgerät ist gerade der Betonmischer mit dem aufgesetztem Rollsieb. Einfach genial ist diese Erfindung, um Flächen umzugestalten und Rasenflächen aufzulösen. So werden täglich mehrere Raummeter Erde bewegt, gesiebt und gelockert. Die Kanten unserer ausschließlich runden Formen sind beinahe alle gesetzt. Vereinzelte Besucher trauen sich auch in unsere Gärten reihen sich dekorativ in unsere Badegänge ein. Bemerkenswert ist die Fußreinigungsschüssel, welche eigentlich ständig schwarz ist, so wie wir! Ich habe auch schon darüber nachgedacht, diese einfach zu entfernen, um wenigstens 30 Minutem im kühlen Nass mit dem Bodensauger verbringen zu können 🙂