Anbaden und Angrillen! Was für ein Wunschtraum!

Gerade erlebt man seinen eigenen und ganz persönlichen Frühling in Leipzig. Man verharrt im Sonnenlicht und möcht am liebsten gemäß Inspector Gadget all seine Gliedmaßen unendlich verlängern, um den Planeten umarmen zu können, erinnert sich an den vergangenen Sommer und hofft auf einen anhaltenden Wetterumschwung. Nichts da, das App meines Vertrauen offenbart die Wettervorhersage des Grauens. Nächste Woche schon soll es wieder wie gewohnt schmuddelig und bitterkalt werden. Wir hoffen mit euch zusammen, dass wenigstens auch der Schnee wieder aufkreuzt, um die Pflanzen zu schützen. Unsere aufwendigen Pläne zur vorgestern gestarteten Gartensaison sind mit dieser Nachricht auch wieder auf unbestimmte Zeit verschoben. Okay, das klingt sehr dramatisch – ist es auch! Denn für die nächsten Arbeitsschritte müsste Betoniert werden und das geht bei diesen Temperaturen schon gar nicht. Daher erst einmal Sonne tanken – alles kann nur besser werden!

Es ist die Zeit der Planung…

… die uns motiviert! Es ist dunkel, kalt und nass. Im Garten hält man sich höchstens der Verpflichtungen halber auf. Vielmehr zieht es uns zur Zeit in das hemische Büro, um das kommende Jahr zu planen und an dieser Website zu arbeiten. Das ganze Projekt garten.me wird nunmehr ausgefeilt und umgesetzt. Unmengen Bilder und Informationen warten darauf in Form gebracht und für euch bereit gestellt zu werden. Auch das Release wurde nunmehr wieder um einen Monat verschoben. Nicht weil wir faul sind, vielmehr weil es einfach sehr umfangreich wird. Daher sitzen wir und programmieren, zeichnen, recherchieren und schreiben. Den ein oder anderen Zweifel haben wir natürlich an der Umsetzbarkeit, doch wir glauben fest an euch und unser Projekt! Nebenbei muss natürlich immer wieder das große Ganze überblickt werden und hier ein Logo, da ein Briefkopf, am Rande noch schnell ein Flyer und das ein oder andere Gimmick entworfen werden. Die Kosten müssen auch überschaubar bleiben, daher sind wir gerade gut ausgelastet, alles umsetzen zu können…

Saatgut 2013

Heut ist sie angekommen. Also vielmehr mussten wir zur Post, weil mit der Zustellung vor drei Tagen wieder etwas nicht funktioniert hatte. Egal, denn auf den Inhalt kommt es an! Und die war super verpackt, vollständig und zu unserer Zufriedenheit. Jetzt werden die Tütchen ersteinmal sortiert und gesichtet. Durch die große Sorten- und Artenvielfalt, müssen wir dieses Jahr einen Pflanzplan erstellen. Denn vieles muss vorgezogen und nachgepflanzt werden, um das ganze Jahr über ernten können und eine Einlagerung von überschüssiger Ernte möglich wird. Das ist ziemliches Neuland für uns, daher müssen wir uns ersteinmal an dieses Thema rantasten und Erfharungen sammeln. Wenn jemand dazu wertvolle Tipps für uns hat und dieese auch weitergeben möchte, wären wir wirklich sehr dankbar!

Der Garten in der Hand des Winters

Und man kann einfach nichts dagegen machen. Uns ist wieder einmal bewusst geworden, dass der Winter eine dunkle und unlebendige Jahreszeit ist. Zwar ist so eine weiße Decke über der Landschaft auch etwas schönes, so richtige Freude kommt aber nicht auf. Es gibt derzeit keinerlei Probleme nach dieser intensiven Bauphase. Okay, die ein oder andere Platte buckelt sich im Bodenfrost – aber es klemmt jetzt nirgends, als dass man Hand anlegen müsste. Die Filterbecken sind komplett durchgefroren, ohne einen erkennbaren Schaden an der Verrohrung genommen zu haben. Unser neuer Rammler (Eberhardt) fühlt sich hasenwohl und erfreut sich über abwechselnden Damenbesuch. Derzeit leider mit mäßigen Erfolg, aber wir geben die Hoffnung nicht auf. So beschäftigen wir uns gerade mit dem Bau von Schwibbögen und Pyramiden und der Projektplanung des großen garten.me – Plans. Nebenher kümmern wir uns um die Tiere und planen fleißig das aktuelle Jahr. Die Samenbestellungen sind raus und auch die großen Ziele sind definiert: vorderer Gartenbereich gestalten! Dazu gehört ein neuer Zaun, eine halböffentliche Ruhezone, eine Dahlienstraße, eine vergößerte Anbaufläche, ein Frühbeet, ein Kiesweg und ein Blauregenspalier. Ich stelle gerade fest, dass es offensichtlich doch noch genügend Planungspotenzial gibt und derzeit wohl eher Wunschträume in unseren Köpfen platziert sind.

Aus anderen Blickwinkeln…

… haben wir noch eine Menge zu tun. Der vordere Bereich des Gartens wird nächstes Jahr von uns gestaltet, so lautet der vorläufige Plan. Wir sind derzeit noch in der groben Ideensammlungsphase, aber die Aufteilung gefällt uns so noch nicht. Unsere Anbaufläche ist zwar dem Gesetz nach ausreichend, der Platz genügt unseren Anforderungen aber nicht annähernd. Es muss ausserdem noch einen Weg durch den rechten Bereich unseres Gartens geben, welcher befestigt sein soll. Denn auch wir wollen einmal andere Wege gehen. Hier schwebt und ein geschwungener Kiesweg vor. Der Zaun ist nächstes Jahr auf jeden Fall fällig, da man diesen schon mit sie anreden muss und diese Persönlichkeit gerade noch so an den Säulen lehnt. Dabei überlegen wir einen halböffentlichen Bereich zu integrieren, welcher dem Gesamtprojekt „garten.me“ sehr entgegen kommen würde. In wie weot das möglich ist und genehmigt werden muss, bleibt aber abzuwarten. Entlang des Hauptweges soll die Dahlienstraße gelegt werden, als natürliche Trennung der Gärten. Denn wir haben ja den gesamten Zaun zwischen unseren Gärten entfernt. Ich versuche mich sogar ab und zu daran zu erinnern, wessen Idee das eigentlich war 🙂 Auf jeden Fall müssen die Flächen bearbeitet und neu angelegt werden, denn hier herrscht Chaos.

der große Einzug der Flora

Heute haben sehr viele PFlanzen den EInzug in unser Duftbeet angetreten. Es hat schon eine ganze Weile gedauert, die vielen Töpfe so zu stellen, dass dies unseren Vorstellungen entspricht. Viele Tipps haben wir auch bekommen, etwa in der Art: „Thymian muss über Steine kriechen!“ oder „Forsythia ist verboten!“. Wir lassen den Thmian trotzdem am Wegesrand ohne Steine seinen Weg gehen und auch der Forythia ist auf ein Hochstamm veredelt, sodass es keinerlei Beanstandungen geben sollte. Die Strauchkastanie hat ihren Platz am Elektrokasten gefunden und wird hoffentlich ihrer Art alle Ehre machen und einen schönen Sichtschutz bilden. Der Lebkuchenbaum ist am Pool in die Erde gekommen und die Blutpflaume bildet den Abschluss der Outdoorküche. Als Ausläufer des Duftbeets haben wir ein paar wiederkehrende Pflanzen bis an das Haus heran, entlang des Weges, gepflanzt, um so einen fließenden Übergang in die Themenbereiche zu bekommen. Hier fällt auch wieder auf: Bei neu angelegten Flächen ohne Pflanzplan finden schnell übrig gebliebene Stauden der Nachbarn einzug. Das ist wirklich hinderlich, da dieser Wildwuchs definitiv noch einmal geändert werden muss und keinerlei Vorstellungen bezüglich Farbe, Größe und Kombinationen entspricht. Manchmal ist man aber auch selbst dran Schuld, denn dieses ein oder andere Plänzlein will man auch nicht umkommen lassen – da bietet sich eine Freifläche natürlich an! Die Hundertschaft meiner Bonsaizucht steht uns spätestens im nächsten Jahr im Weg, denn hier soll eine Dahlenstraße entstehen. Einige Plflanzen habe ich für unsere Hecken geopfert, aber es sind trotzdem noch sehr viele schöne Exemplare in der Erde. Diese wollen jedes Jahr unterstochen und mehrfach geschnitten werden. Da habe ich die Sandsackmethode in einer Gartensendung entdeckt und probiere dies mit ein paar Bäumchen mal aus. Wenn diese den Winter im Sack überstehen, ziehen alle in die weißen Gewebe ein. Natürlich handelt es sich hier nicht um Plastik- oder Mülltüten, vielmehr sind es Sandsäcke mit Bändchengewebe. Dieses Material sorgt für abfließendes Wasser und ausreichende Belüftung. Zum Mittag haben wir unsere Feuerstelle erneut getestet und das Brennholz weiter dezimiert. Es gab Kartoffelsuppe aus vollständig eigener Ernte. Ein besonderes Erlebnis, da die Zubereitsungszeit gegenüber der normalen Küche sehr viel länger ist und der ganze Akt des Zubereitens irgrendwie eine gewisse Intensität und Ruhe ausstrahlt. Perfekt in unserer heutigen Gesellschaft: Zeit, Geschmack, zwanglose Beschäftigung 🙂

Die offizielle Winterpausenkante steht

Wir haben uns zwischenzeitlich vorgenommen, direkt nach vorn weiter zu machen… Aber auch wir mussten einsehen, dass das Jahr nicht unendlich lang ist und wir eigentlich auch alle Kräfte für diese Saison aufgebraucht haben. Daher hat unser Kantensetzprofi Rico heute die letzten Rasenkanten aus dem Materialdepot in eine wunderschöne, gerade und exakt ausgerichtete Winterpausenkante verwendet. Diese Fläche muss natürlich noch bearbeitet werden, aber dann ist erst einmal Schluss. Der Boden ist stark verdichtet und mit Rasenn druchwurzelt. Dafür gibt es ja unsere schon erprobte Rollsiebmethodik, um lockeren Boden draus zu machen. Nicht vergessen darf man natürlich, dass sich direkt darunter der alte Hauptweg befindet und dieser aus Steinmehl und sehr festem Material besteht. Egal, den müssen wir jetzt noch weghacken!

Vier Bier für die Männer von der Sägemühle

Heute stand wieder viel auf dem Programm: Weitere Pflanzen wurden geliefert und wollten alle eingepflanzt werden, ein Holzstapel hat sich wieder einmal zwischengelagert und wollte zu Brennholz geschnitten werden und der einst gewachsene Schutthaufen muss jetzt weg! Ich habe inzwischen so eine kleine Schuttphobie entwickelt, daher musste das mehr oder weniger sinnvolle Verfüllen in alle verfügbaren Eimer erfolgen. Ein nebensächlicher Grund ist natürlich, dass die Fläche vor dem Haus neu gestaltet werden soll und das Alles einfach im Weg liegt. Wir haben alle Aufgaben bewältigt und freuen uns über die neuen An- und Ausblicke. Rico hat mit stetigen Kreissägeübungen seine Lehrinhalte aus dem Winter gefestigt und ist nun anerkannter Sägemeister!

Ab durch die neue Hecke

Nicht unbedingt die ideale Zeit, aber mit entsprechendem Rückschnitt und ausreichender Bewässerung kein Problem: Wir haben die neue Hecke zu unserem Nachbar gesetzt. Es ist eine Ahornhecke geworden. Anfangs gab es viele Gegner, allen voran die alten Herren. Inzwischen löst dies aber nur den Mut aus, das Thema zu recherchieren. Da laß ich dann interessante Artikel zum Thema Liguster, Heckenpflanzen und Artenreichtum. Kurz gesagt: Ahorn ist ein heimischer Baum, welcher kostbar für die Flora und Fauna in der Region ist. In Form einer Hecke also sehr zu begrüßen und im Gegensatz zu Liguster nicht einmal giftig. Das reicht als Argument und rein damit! Die Terasse haben wir erneut aufgeräumt und finden, dass auch dieser Bereich so langsam Form annimmt.

Auf der anderen Seite geht es weiter

Kaum haben wir den Holzstapel neben der Terasse weggeräumt, sieht es schon wieder verdammt nach Arbeit aus. Wir haben endlich wieder freie Bahn, um den Rasen zu entfernen und die restliche Hecke der Entsorgung zu zuführen. Rico kam heute noch spontan vorbei, nachdem er ein kleines Fahrradrennen gewonnen hat und wurde in die Bedienung eines Häckslers eingewiesen. Auch für diese Tätigkeit eignet er sich bestens! In das Funkienbeet hat sich noch ein Rittersporn mit eingeschlichen. Da diese allerdings in Horsten gepflanzt werden, kommen wohl noch drei oder vier dazu. Es fehlen jetzt noch große Lieferungen für das Duftbeet und auch für die Funkienbeflanzung. Die übrigen Pflanzungen werden mehrmals täglich gegossen, diese müssen ja gerade den Transport und den Standortwechsel verkraften. Wir wissen natürlich, dass dies gerade nicht das ideale Wetter ist um Pflanzungen gerade in lockerem Boden durchzuführen. Aber wir haben noch genug Wasser und Zeit, um uns darum zu kümmern – wir sind zuversichtlich! Die Kürbisernte dieses Jahr ist für unsere Zwecke und Abnehmer völlig ausreichend. Die erste Frucht haben wir dazu genutzt, den Samen zu gewinnen und eine köstliche Suppe zu kochen. Alle anderen Kürbisse werden eingelagert bzw. nach und nach verarbeitet. Es waren noch viele kleinere Früchte an der Pflanze, wobei es aber einfach zu trocken war, um diese groß genug zu bekommen. Der Standort Kompost ist zwar vom Nährstoffhaushalt für diese Gewächse ideal, doch trocknet er eigentlich viel zu schnell aus. Da muss wohl noch einmal das ein oder andere Gartenbuch zur Meinungsbildung herangezogen werden.