Erster Lichtblick im Garten

Heute habe ich mir mal einen Ruck gegeben und den kleinen aber völlig verschnittenen Kirschbaum meiner Eltern geschnitten. Wir bauen ja gerade fleißig an Schuppen und WC im Garten 81, da bleibt für soetwas nur selten Zeit. Letztere habe ich ja und helfe natürlich gern, wo ich kann! Daher schnell die gute Säge ausgepackt und ritze ratze ist ein anderer Baum ist entstanden. Schnell noch das ein oder andere Telefonat im deutlich helleren Gelände erledigt und die Hasen gefüttert. Doch was sehen meine wintermüden Augen da? Unser lieber Herr Eberhardt hat es doch tasächlich geschafft die winterträge Häsin zum werfen zu animieren. Okay, es ist der Versuch Nummer Drei gewesen, doch wenn ich so im RKZ-Forum lese, kann ich froh sein und diesen Wurf als Ehre meiner Bemühungen sehen 🙂 Was und wieviel wissen wir nicht, es muss gestern passiert sein. Jetzt steigt die Spannung, ob alle überleben, wieviel es sind und wie sich die Geschlechter aufteilen…

der große Einzug der Flora

Heute haben sehr viele PFlanzen den EInzug in unser Duftbeet angetreten. Es hat schon eine ganze Weile gedauert, die vielen Töpfe so zu stellen, dass dies unseren Vorstellungen entspricht. Viele Tipps haben wir auch bekommen, etwa in der Art: „Thymian muss über Steine kriechen!“ oder „Forsythia ist verboten!“. Wir lassen den Thmian trotzdem am Wegesrand ohne Steine seinen Weg gehen und auch der Forythia ist auf ein Hochstamm veredelt, sodass es keinerlei Beanstandungen geben sollte. Die Strauchkastanie hat ihren Platz am Elektrokasten gefunden und wird hoffentlich ihrer Art alle Ehre machen und einen schönen Sichtschutz bilden. Der Lebkuchenbaum ist am Pool in die Erde gekommen und die Blutpflaume bildet den Abschluss der Outdoorküche. Als Ausläufer des Duftbeets haben wir ein paar wiederkehrende Pflanzen bis an das Haus heran, entlang des Weges, gepflanzt, um so einen fließenden Übergang in die Themenbereiche zu bekommen. Hier fällt auch wieder auf: Bei neu angelegten Flächen ohne Pflanzplan finden schnell übrig gebliebene Stauden der Nachbarn einzug. Das ist wirklich hinderlich, da dieser Wildwuchs definitiv noch einmal geändert werden muss und keinerlei Vorstellungen bezüglich Farbe, Größe und Kombinationen entspricht. Manchmal ist man aber auch selbst dran Schuld, denn dieses ein oder andere Plänzlein will man auch nicht umkommen lassen – da bietet sich eine Freifläche natürlich an! Die Hundertschaft meiner Bonsaizucht steht uns spätestens im nächsten Jahr im Weg, denn hier soll eine Dahlenstraße entstehen. Einige Plflanzen habe ich für unsere Hecken geopfert, aber es sind trotzdem noch sehr viele schöne Exemplare in der Erde. Diese wollen jedes Jahr unterstochen und mehrfach geschnitten werden. Da habe ich die Sandsackmethode in einer Gartensendung entdeckt und probiere dies mit ein paar Bäumchen mal aus. Wenn diese den Winter im Sack überstehen, ziehen alle in die weißen Gewebe ein. Natürlich handelt es sich hier nicht um Plastik- oder Mülltüten, vielmehr sind es Sandsäcke mit Bändchengewebe. Dieses Material sorgt für abfließendes Wasser und ausreichende Belüftung. Zum Mittag haben wir unsere Feuerstelle erneut getestet und das Brennholz weiter dezimiert. Es gab Kartoffelsuppe aus vollständig eigener Ernte. Ein besonderes Erlebnis, da die Zubereitsungszeit gegenüber der normalen Küche sehr viel länger ist und der ganze Akt des Zubereitens irgrendwie eine gewisse Intensität und Ruhe ausstrahlt. Perfekt in unserer heutigen Gesellschaft: Zeit, Geschmack, zwanglose Beschäftigung 🙂

Einkehrender Sand

Carolin und Gert sind wieder einmal im Urlaub und haben uns die ehrenvolle Aufgabe weiter gegeben, Einkehrsand für das Pflaster zu besorgen. Ein ganzer Hänger ist es geworden und irgendwie ist auch alles in den Ritzen verschwunden. Auch hier gilt Murphys Gesetz: Genau in dem Moment, in dem man einen 600Kg schweren Anhänger in den Seitengang gefädelt hat, kommen zwei Gartenfreunde aus der schwarzen Materie und müssen unweigerlich diesen Weg passieren, zu allem Überfluss auch gleich mit Gepäck oder Schubkarre. Zum Glück haben wir ja beide Gärten verbunden, sodass wir die Schukarren über 50m lange Umwege hinter oder vor den Hänger bekamen. Die Fläche vor unserem Haus ist nun fertig bearbeitet und voller stolz haben wir dort das zukünftige Erkennungsbild unseres Gartens gepflanzt: Ein Taschentuchbaum (Davidia involucrata) Noch ist nicht viel zu erkennen, aber wir setzen große Hoffnungen in dieses Gewächs. Die durchschnittlichen 12 Jahre ohne Blüte veregehen bestimmt auch wie im Flug, sodass er dort genau richtig steht… 🙂

Ab durch die neue Hecke

Nicht unbedingt die ideale Zeit, aber mit entsprechendem Rückschnitt und ausreichender Bewässerung kein Problem: Wir haben die neue Hecke zu unserem Nachbar gesetzt. Es ist eine Ahornhecke geworden. Anfangs gab es viele Gegner, allen voran die alten Herren. Inzwischen löst dies aber nur den Mut aus, das Thema zu recherchieren. Da laß ich dann interessante Artikel zum Thema Liguster, Heckenpflanzen und Artenreichtum. Kurz gesagt: Ahorn ist ein heimischer Baum, welcher kostbar für die Flora und Fauna in der Region ist. In Form einer Hecke also sehr zu begrüßen und im Gegensatz zu Liguster nicht einmal giftig. Das reicht als Argument und rein damit! Die Terasse haben wir erneut aufgeräumt und finden, dass auch dieser Bereich so langsam Form annimmt.

Die Erdarbeiten gehen weiter

Wir haben noch eine Menge Erde zu bewegen und alte Flächen aufzulösen. Die Hecke zu unserem Nachbarn wollen wir komplett entfernen und werden hier eine neue Sichtschutzhecke pflanzen. Der Grund ist einfach, die Ligusterhecke wurde durch die vergangenen Winter stark geschädigt und viele Pflanzen sind abgestorben. Auch der Schnitt und die Pflege der Pflanzen haben ihr Übriges zum Zustand beigetragen. Da auch hier der Beton in der Erde im Weg war, konnten sie nicht einmal richtige Wurzeln bilden. Die Erde ist um die Pflanzen herum staubtrocken und ausgelaugt. Selbst Unkräuter verirren sich hier nur selten hin. Ein anderer Nachbar hatte seine Wasserleitung in diese hecke gelegt, daher mussten wir vorsichtig agieren und diese ersteinmal bergen. Da ist uns doch nich glatt aufgefallen, dass diese Leitung seit Jahren leckt und einen Teil der Hecke bewässert. Genau diese eine Pflanze war auch doppelt so hoch wie die Anderen. Mit schwerem Werkzeug wurde kurzer Prozess gemacht und die Stämme entfernt. Die Flächen um die Terasse und zu unseren Nachbarn hin ackern wir jetzt Stück für Stück durch, hier liegt noch viel im Weg und die Kapazitäten an Lagerraum sind auch erschöpft. Viel Rasen mit viel Schutt aber auch kostbare und neue Erde für unsere Neuanpflanzung werden gewechselt. Wir haben uns für ein Duftbeet nach englischem Vorbild entschieden. Die Pflanzen sind ausgesucht und bestellt, jetzt müssen wir uns beeilen, um alles fertig zu bekommen. Auch das Pflaster für Garten 81 ist bestellt und wir warten auf Lieferung. Alle Flächen sind bereits mit der Rüttelplatte verdichtet und vorbereitet, wir stehen quasi in den Startlöchern…

Wir lernen Holzhacken

Das Wetter spielt uns dieses Jahr gut in die Karten. Der Vorstand hat dem weit verbreiteten Birnengitterrost (Pilz) den Kampf angesagt und alle Gärtner bekamen die Auflage, Wachholder zu entfernen. Im Garten 80 haben wir keinen, im 81 hingegen ein etwa 40 Jahre altes Exemplar, welches keine befallende Sorte ist. Wir haben uns aber dieser Macht unterworfen und den Baum entfernt. So haben wir Holzhakschnitzel für das zwischendurch entstandene Heidelbeerbet und eine Menge Brennholz gewonnen und uns von einem von Vögeln bewohnten Baum verabschiedet. Da diese Entwachholderung aber nicht nur uns betrifft, gibt es überall Brennholz, welches wir uns teilweise gesichert haben. Einen Tag habe ich das Kettensägen üben können und heute endlich das Holzhacken. Alle Anfängerfehler habe ich natürlich mitgenommen, aber die Gliedmaßen aller Beteiligten sind zum Glück unversehrt geblieben. Bis auf ein paar blaue Flecken und ächzende Gelenke gibt es keine Ausfälle. Unser Holz muss aufgrund des Miniofens besonders klein werden, was die Übung sehr intensiv gestaltete. Alle verfügbaren Lager sind nun gefüllt und ich kann Holzhacken, yeah! Den Ofen haben wir auch schon mit einer einfachen Essenkonstruktion installiert – ist ja nur für den Übergang und die Baustelle. Das war das Stichwort schlecht hin. es sieht schlecht aus. Alle Sanierungsmöglichkeiten sind sehr aufwendig, teuer und im Kleingarten kaum zu realisieren. Da nützt auch ein gutes Zeitkontingent nicht viel… wir müssen doch mal jemanden fragen, der sich damit auskennt!

Bäumchen schüttle dich

Vielen Dank liebe Carolin! Irgendwie ist jeden Tag Laub harken auch öde. Ich wäre allerdings nie auf die Idee gekommen, die Äste durch intensive Schüttelung vom Laub zu befreien. Na gut, dann ist jetzt hoffentlich mal ein paar Tage Ruhe 🙂 Dabei fällt mir gerade auf, dass der Baum umbedingt geschnitten werden muss. in dieses Dickicht auf Blättern verirrt sich kein Sonnenlicht und somit gab es dieses Jahr auch keine einzige Kirsche.

Ein Hang ist eingezogen

Manche Ideen enstehen eben erst, wenn es ein Problem gibt. Wir haben weder Lust noch Geld, die Bruchstücke des alten Hauptwegs zu entsorgen. Da diese schön groß geworden sind, erinnerten wir uns an Trockenmauern in Wiesen österreichischer Bauerngärten. Ob diese einen bestimmten Zweck erfüllen, wissen wir nicht. Es sah aber schön aus, eine gleichmäßige Fläche so zu unterbrechen. Also, entschlossen wir uns kurzfristig eben solches in unserer großen Rasenfläche zu erbauen. Aufgefüllt wird der entstandene Umriss mit dem Aushub des neu entstehenden Weges. Wenn das erfolgt ist, können wir mit dem übrig gebliebenen Rasensamen noch dieses Jahr unseren Turborasen ansetzen. Wir sind gespannt, wie weit die Grasnabe bis an den Rand reichen wird. Der Apfelbaum steht uns für dieses Vorhaben prinzipiell im Weg, aber versetzt wird die wohlschmeckende Frucht auf keinen Fall. Daher bauen wir halt drum‘ herum. Hier ist der Mythos des „Fußatmenden Apfelbaums“ entstanden. Denn das Bäumchen wurde des Todes versprochen, nachdem wir ihn umbaut hatten. Die alten Herren sollen aber keinesfalls Recht behalten, darum werden wir uns persönlich darum kümmern, diesen Baum am leben zu erhalten. An einem verdammt heißen Tag wie heute, bestand die Arbeit aber aus mehr Pausen als Arbeitsschritten 🙂